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Vivaldi und ich

Musikfilm, Italien/Frankreich 2025, 110 min

In Venedigs Waisenhaus Ospedale della Pietà leben Anfang des 18. Jahrhunderts ausnahmslos Mädchen und junge Frauen, die sich im gemeinsamen Musizieren üben. Dass es sich bei den meisten von ihnen um uneheliche Findelkinder, also gottlose Bastarde handelt, gehört ebenso zur Geschichte wie der über die Landesgrenzen hinausreichende Ruhm des Pietà-Ensembles. Hier wächst auch die talentierte Violinistin Cecilia (Tecla Insolia) auf, streng isoliert und religiös begründet, gefangen wie zwischen Klostermauern. Zur Unterhaltung fürstlicher Gesellschaften wird das kleine Orchester regelmäßig verkleidet und sorgsam maskiert bei Hofe herumgereicht. Die junge Geigerin sticht bald dem frisch engagierten Musiklehrer Don Antonio (Michele Riondino) ins Auge, der ihre Gabe unbedingt fördern möchte und sich zugleich von ihrem Spiel und ihrer Anmut derart inspiriert zeigt, dass er ihr einige eigens komponierte Sonaten widmen wird. In den Annalen der Ospedale della Pietà steht vermerkt, dass eine gewisse Anna Maria dal Violin Schülerin und Muse von Antonio Vivaldi war. Vivaldi, der mit acht Jahren seine erste Geige geschenkt bekam, erhielt im Alter von 25 Jahren die Priesterweihe. Er war von Beruf also ein Mann der Kirche. In dieser Funktion gelangte er an die Kirche Santa Maria della Pietà in Venedig und trifft in dem hier zu Grunde liegenden Roman „Stabat Mater“ nun auf die junge Cecilia. Diese erwartet außerhalb der Klostermauern entweder eine arrangierte Ehe mit einem garstigen Zeitgenossen, einem dekorierten Kriegshelden und Grobian oder im besten Fall eine Wiederaufnahme in ihre alte Familie. Das Waisenhaus archiviert hierzu tatsächlich die ehedem halbierten Erkennungszeichen. Doch in beiden Fällen würde das auch das Ende als Musikerin bedeuten. Don Antonio und Cecilia suchen eifrig nach einem Ausweg.
alpa kino

Buch: Ludovica Rampoldi

Regie: Damiano Michieletto

Darsteller: Tecla Insolia, Michele Riondino, Andrea Pennacchi, Fabrizia Sacchi, Valentina Bellè

Kamera: Daria D'Antonio

Musik: Fabio Massimo Capogrosso

Bundesstart: 21.05.2026

Start in Dresden: 21.05.2026

FSK: o.A.