TRAILER

Klara und die Sonne

Drama, USA 2026

Der britische Schriftsteller Kazuo Ishiguro gewann 2021 den Nobelpreis für Literatur für seine Werke wie »Was vom Tage übrig blieb« und »Alles was wir geben mussten«. Danach, scherzte er selbst, erwartet man keine weiteren Veröffentlichungen mehr. Doch statt dem nachzukommen, schrieb und veröffentlichte er den in der Zukunft angesiedelten Roman »Klara und die Sonne«. Bereits seit Längerem gibt es Gerüchte, dass mit der Drehbuchautorin Dahvi Waller (»Mad Men«) eine Verfilmung geplant ist. Die Regie übernahm nun schlussendlich der vielseitige neuseeländische Regisseur Taika Waititi und erweckte mit einem großartigen Cast und einer bunten Inszenierung die Geschichte zum Leben: Klara (Jenna Ortega) ist eine KF (Künstliche Freundin) der älteren Generation. Seit langem wartet sie auf ihren Menschen, für den sie die beste Freundin sein darf. Als Josie (Mia Tharia) mit ihrer Mutter Chris (Amy Adams) in den Laden kommt, ist es Zuneigung auf den ersten Blick. In ihrem neuen Zuhause muss sich Klara erst einmal einfinden und lernt Mutter und Tochter besser kennen. Ein Schatten liegt über dem Zuhause, doch Klara ist davon überzeugt, dass die Sonne ihnen helfen wird. Der Roman hat trotz der traurigen Gefühle einen positiven Grundton. Diese Ambivalenz wie auch das zukünftige Setting sind die perfekte Grundlage für den kreativen Filmschaffenden Waititi, einen Film zu machen, der ebenso zum Staunen, Lachen und Mitfühlen einlädt. Hinzu kommt eine durchweg überzeugende Besetzung, die selbst die Maschinen perfekt zum Leben erweckt. So wurde mit »Klara und die Sonne« ein weiterer Roman Ishiguros verfilmt und kann, wie schon andere Adaptionen, die Geschichte des Autors perfekt zum Leben erwecken.
Doreen