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Moscas - Fliegen und andere Gäste

Drama/Komödie, Mexiko 2026, 102 min

Auf der diesjährigen Berlinale lief Fernando Eimbckes fünfter Spielfilm im Wettbewerb. Zu schlicht wirkt die Geschichte eines kleinen Jungen, der zusammen mit seinem Vater bei einer anfangs unnahbaren Frau einzieht, auf den ersten Blick. Doch gerade seine leisen Töne, die beiläufige Beobachtung und kleine prägnante Momente machen das leise Drama zu einem sehenswerten Film. Der Leserpreis der Berliner Morgenpost und der Preis der Ökumenischen Jury sprechen dafür.
Olga führt ein streng abgezirkeltes Leben in einem großen Wohnblock in Mexiko-Stadt ohne Freundschaften und Beziehungen. Als sie in einer finanziellen Notlage ein Zimmer untervermieten muss, zieht ein Mann vom Land ein, der seine erkrankte Frau im nahegelegenen Hospital unterstützt. Erst spät bemerkt Olga, dass der Mann nachts seinen 9-jährigen Sohn mit in die Wohnung schmuggelt. So groß ihre Wut sein mag, sie kann sich dem Charme des Jungen nicht entziehen, der nichts unversucht lässt, um zu seiner Mutter ins Krankenhaus zu gelangen. Olgas Leben beginnt sich auf überraschende Weise mit dem ihrer ungebetenen Gäste zu verflechten, ihre sorgsam kontrollierte Welt verwandelt sich. Was als Regelverstoß beginnt, entwickelt sich zu einer der anrührendsten Wohngemeinschaften des Kinojahres. Und seien wir ehrlich - gute Gefühle können wir alle gut gebrauchen.
„Genau darin, in kleinen Begegnungen, beiläufigen Situationen mit Menschen, liegt die größte Qualität. Fernando Eimbcke gelingen über einen lakonischen Ton hinaus auch berührende, prägnante Momente.“ Michael Meyns, programmkino.de